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Ambros Pur V
Spectrum Club Augsburg ausverkauft!
Wolfgang zieht Konzert trotz Stimmband Problemen durch

Im strömenden Regen standen die Fans schon 30 Minuten vor dem Einlass Schlange, um ja die besten Plätze zu ergattern. Dabei sah es kurzfristig so aus, als müsse da Konzert abgesagt werden. Grund: Wolfgang brachte keinen einzigen Ton mehr heraus, die Stimmbänder hatten sich entzündet. Es kratzte und brannte im Hals, wer kennt das von uns nicht!

Wolfgang, aber ganz der Profi, wollte seinen treuen Fans unbedingt zu ihrem Konzert verhelfen. Dank ärztlicher Unterstützung kam er dann ziemlich pünktlich auf die Bühne. Im Laufe des Abends wurde es dann aber immer besser, zumal das Publikum ziemlich viel gesangliche Unterstützung bot.

Schon bei seiner Begrüßung merkte man, dem Wolfgang geht es wirklich nicht gut. Jeder andere „Star“ hätte das Konzert abgesagt, nicht aber so der Urvater des Austropop. In seiner unnachahmlichen Art stimmte er die Fans auf ein eventuelles Manko ein, was sich aber im Nachhinein als positiv erwies. Er bekam mehrfach spontanen Applaus und Standing Ovations, was wirklich nicht selbstverständlich ist.

Bei dem kongenialen Zusammenspiel zwischen ihm und Keyboarder Günter Dzikowski, dachte man öfters an „stand up Comedy“. Waren die Gags geplant oder einstudiert? Schwer zu glauben! Der Meister und sein jahrzehntelanger Freund und Begleiter Günter lieferten sich Querpässe, auf die der Bayern München Trainer stolz gewesen wäre. Manchmal wurden Lieder unterbrochen oder mussten neu begonnen werden, weil niemand mehr von den beiden wusste, wie es weiterging. Allein Multi-Gitarrist und „Wödmasta“ Roland Vogl behielt den Überblick. Er hatte allerdings viel zu tun und musste seine beiden Kollegen ständig im Blickfeld haben, um entsprechend seine Akkorde setzen zu können.

Überhaupt war dies einer der lustigsten und emotionalsten Konzerte, auf denen ich jemals war. Lieder von Ambros und Danzer wechselten sich mit Pointen und Anekdoten ab, so dass die Zeit wie im Fluge verging.

Im Hinblick auf das neue Programm „Ambros pur VI“ wurden diesmal schon drei neue Lieder eingebaut, darunter der „schwarze Afghane“. Wolfgang konnte es gar nicht fassen, wie textsicher seine Fans auch bei den alten Liedern von ihm sind. Man merkte ihm an, wie stolz und überrascht er war und auch, dass nach nur 1maliger Probe dies so toll lief.

Mit Günter und Roland haben sich da Drei zusammengefunden, die auch ganz nah am Publikum spielen können. Keinerlei Nervosität oder Berührungsängste zeichnen sie aus. Wolfgang selbst hat kürzlich gesagt, dass „es schon etwas Anderes ist, fast ohne Abstand vor dem Publikum zu sitzen und ihnen in die Augen zu blicken“.

Mit seinem Mitstreiter Günter hat er natürlich Einen an der Seite, welcher mit seiner Band, „der Nummer 1 vom Wienerwald“ seit über 30 Jahren alle Ambros Lieder aus dem ff kennt und beherrscht. Würde man Günter nachts um ½ 3 aufwecken und sagen: „spiel mir den Ignorantenstadl“, dann würde auch das bestens klappen.

Multitalent Günter spielt das Keyboard auf Augenhöhe mit Don Airey (Deep Purple), es schaut immer so leicht und locker aus, was es aber bestimmt nicht ist. Aber das zeichnet halt den Könner aus.

Auch Roland spielt schon seit Jahrzehnten diverse Instrument und tourt mit seinem Mitstreiter Dietmar als die „Wödmasta“ durchs Nachbarland Österreich.

Als letztes Lied wird bei „Ambros pur V“ immer „Skifoan“ intoniert. Diesmal hatte es wieder einige Strophen mehr, weil die Augsburger nicht zu singen aufhören wollten. Immer wieder mussten Günter und Roland die Akkorde weiterspielen.

Nach den drei Zugaben bedankte sich ein sichtlich gerührter Wolfgang bei den Fans. Es sie für ihn eines der schönsten Konzerte gewesen, so einen Zusammenhalt zwischen Künstlern und Publikum habe er selten verspürt.

Übrigens, ich kann jetzt wieder reden, weil ob dem vielen Mitsingens ich auch keinen Ton mehr herausgebracht habe.

Danke an die drei Musiker! Danke für diesen einmaligen Abend und den wunderbaren Momenten!

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