Frontm3n
November 20 – 2018 Parktheater Augsburg

 

Einer meiner schönsten Abende! Super Musiker – Super Publikum!!

Der Augsburger ist ja eher insgesamt etwas mehr zurückhaltend, manche nennen diese schwäbische Gattung sogar boshafter Weise „Spaß Bremse“. Davon war gestern im leider nicht ausverkauften Park-Theater in Augsburg/Göggingen so rein gar nichts zu spüren! Die Atmosphäre in diesem wunderbaren Gebäude mit einer grandiosen Akustik sucht wirklich seinesgleichen. Catering kann vor Beginn schon geordert und bezahlt werden, in der Pause steht alles schön hergerichtet am reservierten Tisch, kein Anstehen, kein Stress, einfach klasse. Und das zu sehr humanen Preisen.

Als die drei Frontm3n, Pete Lincoln, Mick Wilson und Peter Howarth gegen 19.30 die Bühne betreten, werden sie schon mit überwältigendem Beifall stürmisch begrüßt. Das will schon mal was heißen!

Nach kurzer Begrüßung durch Master Brain und Multi-Band Mitglied Pete Lincoln geht es sofort mit „Bus Stop“ los, gefolgt von „Co Co / Papa Jo“. „Things we do for Love“ und anschließend ein Song vom nagelneuen Album „Open up“. Pete weist darauf hin, dass einige neue Songs gespielt würden, da dies den Musikern natürlich Spaß mache, nicht nur die „alten“ Hits zu spielen. Der Konzertablauf war gegenüber dem letzten Frontm3n wesentlich flüssiger im Ablauf. Anstatt jeweils einen Hit abwechselnd von „Sweet, The Hollies und 10cc“ zu spielen, wurden diesmal immer wieder neue Lieder mit eingeflochten. Diese wurden sehr gut aufgenommen.

Ich muss wirklich sagen, stimmlich decken die Drei eine so weite Range ab, die seinesgleichen sucht. Mit dem Alter werden die Stimmen ja zwangsweise etwas tiefer, aber z.B. hat Peter Howarth eine so feste und zugleich weiche Stimme, die einem durch und durch geht. Er geht richtig spielerisch damit um, kommt in Höhen um sofort wieder auf Bassniveau runter zu singen.  Auch 10cc`s Mick Wilson gibt später am Abend mit „Donna“ einen Einblick in seine sagenhafte Stimme. Wenn man dies selbst ausprobieren sollte, wird man beim Luftholen schon scheitern. Pete Lincoln singt zwar nicht so hoch, aber er hat ja zwei Kollegen, die dies klasse können, dafür deckt er alles ab, was volle Kraft benötigt. Bei Lautsprecher Boxen würde man sagen: „ Kick it up“.

Überhaupt merkt man den „Jungs“ den Spaß an der Freude bei jedem Liede an. Kurzweilig werden Anekdoten über andere Künstler oder über die eigenen Merchandise Produkte eingebracht. Kurz gesagt, man fühlt sich richtig gut aufgehoben und weiß, dass dort Profis auf der Bühne stehen. Das Publikum mag zwar insgesamt etwas älter sein, aber das sind eben die Fans, welche mit den Songs aufgewachsen sind und das trifft auch auf jede Rockband zu.

Weitere Highlights waren „Love is like Oxygen, What she wants, You got it, All at Sea, Priceless und Rubber Bullets”. Nach gut einer Stunde ging es dann in eine 20minütige Pause, die wie anfangs schon beschrieben sehr schnell verging.

Nach der Pause folgten sagenhafte 14 weitere Songs, zum Schluss, wie immer, als Zugabe „Lucky Lips und Dreadlock Holiday“.

Nach dem Konzert wurden im Foyer noch Autogramme gegeben, selbst für viele Selfies waren sich die Künstler nicht zu schade. So geht man mit seinen Fans um, da dürfen sich viele eine Scheibe davon abschneiden! Ein kleiner Plausch mit Pete, Peter oder Mick? Kein Problem! Das war das perfekte Ende für einen schönen Abend. Am 27. Januar kommen die Frontm3n nochmals nach Augsburg. Vielleicht kommen ja auch ein paar „Neulinge“ um das Jahr positiv zu beginnen.

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