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Münchener Freiheit Spectrum Club Augsburg  10. November 2019

Es gibt sie noch! Die echten 80er! Ein wahrer Genuss an diesem Abend!

 

Die Münchener Freiheit bringen Augsburg zum Schwitzen!

 

Münchener Freiheit 10.11. Spectrum Club Augsburg                              Oktober 2020 wird das 40-jähriges Jubiläum begangen!

                                                           Kult ist Trumpf! Songs für die Ewigkeit! „The Heat is ON!“

Von meiner Generation kennt jeder, aber auch wirklich jeder diese Band! Zudem bedeutet der Bandname für einen Bayern, wie mich, natürlich das Zentrum von München, das Zentrum der künstlerischen Freiheit. Der Name ist Kult, ebenso die Band.
Die Hits von damals bedeuten auch heute noch den Inbegriff von Liebe, Freiheit und Sehnsucht. Aber im Gegensatz zu den heutigen Mainstream Schlagern, verschwinden Sound und Stimme nicht in einem Einheitsbrei, wo man den Sänger A gegen den Sänger B austauschen kann, ohne dass es jemand merken würde. Die „MF“ hat ihre Anziehungskraft bis heute nicht verloren, mehrere Generationen lieben ihre Lieder, das gelingt nur wenigen Ausnahme Bands. Die Musik der „80er“ lebt.

In den 80ern! Als jeden Freitag und Samstag die Bands im Umkreis zum Tanz einluden (sowas gab es tatsächlich liebe Leute), da wartete man schon darauf, dass eines der Lieder der Münchener Freiheit gespielt wurde. Man suchte sich seine Angebetete genau für diesen Song aus und hoffte, tja die Hoffnung stirbt zuletzt. Die „das Licht wird gedimmt Runden“ kamen zu späterer Stunde und die Songs passten wie die Faust aufs Auge. Der Rhythmus war zum Tanzen genial, die Texte einprägsam.

Nach dem Ausstieg von Gründungsmitglied Stefan Zauner im Jahr 2011 musste man sich etwas Neues überlegen. Tim Wilhelm hat eine klassische Gesangsausbildung und ist Schauspieler. Die markante Stimme von Tim Wilhelm ist nun wirklich etwas Besonderes. Wenn er singt meint man es sprudelt einfach so aus ihm heraus, er sprüht während des Gesangs eine Energie aus, die vom Publikum aufgesaugt und in Klatschen und Mitsingen umgesetzt wird. Tim sieht sich als „Team Player“, obwohl er als Frontmann immer mehr im Mittelpunkt steht als seine Kollegen, dies ist in anderen Band aber genauso. Es gibt wenige Ausnahmen, wie Deep Purple oder die Stones, wo Alle den gleichen Bekanntheitsgrad haben.

Es ist nicht einfach diese Band einzuordnen, es ist kein Schlager und kein Pop, eher Soft Rock, a la „Foreigner“ oder „REO Speedwagon“. Wer das gerne hört, ist auch bei dieser Band bestens aufgehoben.

Am 25. Oktober 2013 erschien das Album „Mehr“, die Single „Meergefühl“ wurde am 27. September 2013 veröffentlicht und war in vielen Charts unter den Top 10 zu finden. Das erste Album mit dem neuen Sänger Tim Wilhelm wurde in zwei Versionen veröffentlicht: Als Basic CD und als Limited-Edition mit den zehn größten Hits, neu eingesungen von Tim Wilhelm.
Am 14. Oktober 2016 erschien das Album „Schwerelos“ der Münchener Freiheit mit zehn neuen Titeln.
Das Konzept stand und war stimmig. Klar lebt die Band von ihren Hits, wie: „So wie Du“ oder „Herz aus Glas“ und natürlich „1000-mal Du“, doch man geht mit der aktuellen Platte auch den Weg weiter und bleibt nicht stehen.

Das Spectrum in Augsburg hatte wieder „volle Hütte“ zu vermelden, das Publikum geht von Anfang voll mit, es gibt kein Aufwärmen. Ohne Pause spielten die „MF“ ihre Lieder, wie immer eine Mischung aus alten und neuen Songs. Klar gehen die Riffs und Akkorde flüssig „von der Hand“, es sind ja schließlich Profis. Aber die Spielfreude kann man nicht inszenieren, die muss man leben.

Dieses Konzept kommt gut an, jeder hat sein Lied zum Mitsingen und zum grooven. Die Spielfreudigkeit ist auch nach knapp 40 Jahren im Geschäft immer noch genauso wie am Anfang.
Tim Wilhelms erster Auftritt war übrigens im Jahr 2012 im Spectrum Club. Kein Wunder, dass er diesen Ort in besonderer Erinnerung hat. Ich habe schon Konzerte in Augsburg erlebt, da dachte ich, man müsse jeden einzelnen Anwesenden schütteln und wiederbeleben, so leblos war das Publikum. Davon kann an diesem Abend nicht die Rede sein. Bereits gegen 18.00 Uhr standen die ersten Hardcore Fans vor dem Eingang, bei Temperaturen um 2 Grad. Gegen 20.00 Uhr wurde es schlagartig heiß, es wurde geklatscht und gesungen. Bei „Herz aus Glas“ wurde das Spectrum dann von 100erten Handylichtern beleuchtet und bei „SOS, ruf mich an“, gab es dann überhaupt kein Halten mehr. Es wurde die ultimative Party.

Übrigens feiert die Band im Oktober 2020 ihr 40-jähriges Bestehen. Mal schauen wer von den heutigen Gruppen solange durchhält und dann noch am Start sein wird.

Live ist diese Band immer ein Erlebnis und nach dem letzten Auftritt 2017 im SPECTRUM Augsburg, findet man auch 2019 ein dankbares Publikum.

Band:
-Aron Strobel, guitars
-Alex Grünwald, keyboard
-Micha Kunzi, bass
-Rennie Hatzke, drums
-Tim Wilhelm, lead vocals

Während die Bühnenpräsenz von Sänger Tim, Gitarrist Aron Strobel und Bassisten Micha Kunzi richtig spür- und erlebbar ist, treten Drummer Rennie Hatzke und Keyboarder Alex Grünwald weniger in Erscheinung. Das Licht ist oft zu hart und leuchtet die Beiden zu diffus aus. Auch sind die Lichtwechsel von hell/ dunkel insgesamt zu krass. Farbfilter stehen nicht so im Vordergrund.

Von der Abmischung her musste ich feststellen, dass die Mikros der Band eindeutig zu hochaufgedreht waren und das von Tim zu niedrig, die Stimme war somit oft unklar und ging unter. Bei den meisten Bands wird heutzutage das Schlagzeug mit einer Plastikwand umkleidet und auch der Bass im unteren Bereich, wo es leicht dröhnen könnte, reguliert. Das Spectrum ist aber nicht einfach, um mit dem Soundcheck, die optimale Einstellung zu finden. Dies fällt auch bei den Höhen auf, wo es dann zum Klirren und zu leichten Verzerrungen kommt.

Aron Strobel mit flatterndem Haar, stand im Frischluftstrom, seine Einsätze waren knackig wie immer. Alex Grünwald am Keyboard konnte leider nicht so richtig beobachtet werden, die hinteren Reihen sahen ihn nur selten. Aber seine Akkorde trugen die Melodien und machen die Musik der „MF“ zu dem was sie waren und sind. Etwas mehr sah man von Michi Kunzi. Der Bassist spielt völlig unaufgeregt und legt mit Drummer Rennie Hatzke eine solide Grundlinie. Man hat das Gefühl „die passen zusammen“ und haben dieses Lebensgefühl auch verinnerlicht, welches sie vermitteln. Sie haben sich gefunden und passen zusammen. Diese Spielfreude vermitteln sie auch ihrem Publikum. Klar ist der weibliche Fan Anteil „etwas“ höher, als der der Männer. Aber heutzutage darf „man/n“ Gefühle zeigen und wird nicht mehr schief angeschaut deswegen. Und so herrscht eine gute Mischung. Die Melodien gehen schließlich allen ins Herz, da wird kein Unterschied gemacht.

Die letzten Wochen habe ich immer schlecht geschlafen, nicht so heute Nacht. Ich habe diese positive Energie, diesen Drift so in mir gehabt, dass ich erstmals seit Wochen wieder richtig gut geschlafen habe. Die Glücksgefühle haben dies möglich gemacht….

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