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Exclusiv Interview mit „Peter Howarth“ (The Hollies, Frontm3n)

Der Mann mit der Hammerstimme!                                                                                                                                          

Das Geheimnis, der Frontm3n Zusammenkunft!  Peter gibt tiefe Einblicke!

 

Frontm3n Peter Howarth, ebenfalls langjähriges Mitglied von „The Hollies“, gab mir ein exklusives Interview, bevor er am Parktheater Augsburg auf die Bühne kam. Peter ist wirklich sehr einfühlsam und immer gut drauf. Er strahlt eine tiefe Ruhe aus und gibt anderen Menschen ein gutes Gefühl.

Man merkt ihm seine jahrzehntelange Erfahrung einfach sofort an.

KF: Hi Peter, danke, dass du mir etwas Zeit gibst, um mit dir reden zu können. Ich werde dir keine Fragen zu deinem Leben stellen, oder was du vorher gemacht hast, es gibt so viele Artikel im Internet, über die legendären „Hollies“ und was du mit ihnen auf ihren letzten drei Alben gemacht hast. Daher ist dies mehr ein Musik- und ein Insidergespräch.

KF: Hast du jemals gedacht, dass dieses Frontm3n-Projekt so schnell und fantastisch starten würde?

PH: Nein – Ich dachte überhaupt nicht, dass es so schnell losgehen würde. Ich wusste, dass es eine großartige Idee war, und ich ein Potenzial an Songs benötigen würde, welche eine sehr gute Atmosphäre schaffen müssen, bei denen die Leute mitgehen würden. Aber wenn man sich trifft und etwas tut, dann ist der erste Schritt immer der schwierigste und es hat dann eine Weile gedauert, aber sobald wir es geschafft haben, wollte ich, dass Stefan (Manager Frontm3n) ein paar Konzerte organisiert. Schon beim Betreten der Bühne war ganz deutlich zu erkennen, dass die Leute sehr froh waren, hier sein zu können. Ich wusste, alles, was wir tun müssen, ist, eine gute Show abzuliefern, aber ich war nicht wirklich darauf vorbereitet, wie schnell es tatsächlich passieren würde. Das liegt an Stefan, unserem Manager, der sehr gut darin ist, die Dinge zu organisieren und zu planen, Leute einzubeziehen, und zu versuchen Radiosender zu beteiligen, aber auch da hatten wir die Idee, dass ihnen die Idee des Fontm3n gefällt, drei Jungs in verschiedenen Bands. Dann sind wir einfach dazu übergegangen, das zu tun, was wir gut können. Eine Band singt Lieder und jetzt haben wir unsere eigenen Lieder auf den Markt gebracht, die alle sehr, sehr schnell akzeptiert wurden.

KF: Ihr kennt euch schon lange. Warum dauert es so lange, bis ihr zu den Frontm3n gekommen seid? Darüber hinaus arbeitest du jetzt mit Mick Wilson zusammen, aber vorher mit Rick Fenn von 10cc?

PH: 1987/88 habe ich viel mit Rick geschrieben und gearbeitet. Wir haben ein Musical geschrieben, das sich im West End befand. Musicals kamen nicht ins West End, aber wir haben 10 Jahre Erfahrung in der Arbeit mit Musicals, das Schreiben, die Zusammenarbeit hat sich bei Mick und Pete herumgesprochen, es ist eine Weile her. Ich wollte einige Konzerte machen, um Akustikgitarre zu spielen, Lieder die ich hinzugefügt habe, um einige kleine Konzerte zu geben, nur zu meinem eigenen Vergnügen und Mick arbeitete mit 10cc, er arbeitete inzwischen in Großbritannien und machte Akustikgigs. Ein Promotor sagte, es wäre eine super Idee, wenn ihr zusammenkommen würdet, das ist der Grund warum es die Frontm3n überhaupt gibt.

KF: Also hat euch wirklich erst ein Promotor zusammengebracht.

PH: ja, in der Tat. Er hatte eine gute Idee für die Gigs, denn wir brauchten noch ein paar mehr. Ich sorge für die Buchungen  –du kommst und spielst!

KF: ist es nicht ein Wahnsinn, dass Songs, die in einer völlig anderen Zeit geschrieben wurden, heutzutage so erfolgreich sind? Wenn man sich zum Beispiel die Hollies-Songs ansieht: „Sandy, the air that I breathe“. Sie sind immer im Radio zu hören, jeder kennt sie, das Alter der Songs zählt einfach nicht. Sie kennen vielleicht die „The Hollies“ nicht, aber sie kennen deren Songs. Was ist der Grund dafür?

PH: Ich denke, es ist sehr einfach, denn ein guter Song ist und bleibt ein guter Song! Ich denke, wenn man einen guten Song hat, dann hat er den Test der Zeit bestanden. Wenn du es nach oben geschafft hast, und einen Hit hast, der immer wieder gehört wird, dann erinnern sie sich immer wieder an den guten Song, weißt du. Wenn du ein Lied vor 20 oder 30 Jahren gehört hast, hörst du es jetzt und es ist immer noch ein tolles Lied.

 Ich kenne Millionen von Songs, die Erinnerungen wecken und jetzt Teil meines Lebens sind. Ich denke, vielen Leuten geht das genauso.

KF: Haben die heutigen Bands nur noch einen einzigen One-Hit-Song? Bands in der Vergangenheit hatten viel mehr Zeit, sich zu entwickeln. Es wurden viele Fehler gemacht und vieles neu versucht. Junge Bands haben Stress, auf dem Markt zu bleiben und müssen eigentlich sofort ihren Stil finden. Was bedeutet das für die Qualität der Musik?

PH: Die Leute haben in eine Band investiert, und erhoffen sich dann eine Lebenserwartung, ein paar Jahre Marktpräsenz, sagen wir vier oder fünf Alben. Jetzt gibt es so viel Musik auf dem Markt, die Leute hören Spotify und sie hören diesen einen, bestimmten Song, es ist der Hit auf ihrem Handy. Sie investieren nicht in ein komplettes Album und kaufen es nicht, wenn man auch nur den einzigen Song bekommen kann den man hören will. Nichtsdestotrotz, wenn man es schafft, auf die Ebene der Leute zu gelangen, die gehen und jetzt das ganze Album kaufen, ist das ein Gewinn. Du hörst es dir 2 Tage lang an und es ist die Art von Liedern, die eigentlich keine Bedeutung haben, also sind sie sehr einfach zu konsumieren, einen Tag lang immer und immer wieder zu hören.

KF: aber doch nicht unsere Generation Peter! Wir sind anders; wir sammeln Vinyl und wir wollen die komplette Geschichte eines Albums hören. Wir wollen das Cover, das Vinyl fühlen, die Texte auf dem Inlay lesen. Der Trend ist ungebrochen. Die Leute von wollen nicht nur mehr Bits und Bytes, sie wollen etwas in der Hand haben.

PH: Ich denke auch, dass dies wieder zurückkommt und wird auf einer guten HiFi-Anlage gehört werden.

KF: Warum machen eigentlich so viele Musiker mehr als ein Bandprojekt?

PH: Ich denke, persönlich gesprochen, sind das zwei Gründe für mich. Ich mag es, wenn ich Abwechslung habe. Wenn ich eine Sache ständig tue, egal was es ist, jede Nacht mit den gleichen Leuten zu tun habe, ist es gut etwas unterschiedliches, Anderes zu machen. Wenn man anfängt, viele Shows mit den Hollies zu machen und ich habe dann zu viel mit den Hollies gemacht, dann gehe ich zu den Frontm3n, ist es wie eine völlig andere Arbeit. Wenn ich keine Auftritte habe und es keine Arbeit mit den Bands gibt, also das gefällt mir so gar nicht. Es ist nicht gut, nichts zu tun zu haben.

KF: Du hast also mehrere Ideen, was man am besten mit verschiedenen Bandprojekten machen könnte? Eine Idee würde also mit dem Frontm3n gut funktionieren, aber nicht mit „The Hollies“?

PH: Natürlich denke ich viel daran, was wo am besten zusammenpasst.

KF: Was glaubst du, wie lange werden wir noch eine so fantastische Live-Bandkultur haben? Wenn Live-Bands wie Status Quo oder Uriah Heep in den Ruhestand gehen, wird es eine Lücke in der Live-Musik geben. Was wird deiner Meinung nach passieren?

PH: Vielleicht fängt es wieder von vorne an. Vielleicht müssen die Leute erkennen, dass es etwas ganz Besonderes ist, live zu spielen, es gibt nichts Besseres, was die Leute erleben können. Du kannst jetzt eine Platte aufnehmen, was großartig ist, aber dann einen Song vor einem Publikum aufzuführen, so du bist in diesem Moment etwas ganz besonders. Am Ende der Nacht, wenn die Leute dir applaudieren, gibt es nichts Besseres. Das kann man nicht kaufen, wenn Leute vor dir aufstehen, das muss man sich jede Nacht aufs Neue verdienen. Es ist, als wie wenn man ein bisschen betrunken ist, du brauchst es einfach. Es ist durch nichts zu ersetzen!

KF: Es scheint, dass der größte Stress beim Touren das Reisen und Warten ist.

PH: Natürlich! Gesund zu bleiben ist wirklich schwer. Das richtige Essen und Trinken ist nicht immer so einfach. Zwischen der Frontm3n-Tour und dem Start mit The Hollies kann ich nur zwischendurch einen Tag nach Hause.

Danke Peter für dieses Interview, ich wünsche dir alles Gute, möge der Applaus nie zu früh enden. Hoffentlich hast du eine gute Tour mit „The Hollies“ und sehen dich im Dezember 2019 und im Frühjahr 2020 wieder mit den Frontm3n im Parktheater im Kurhaus Göggingen.

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