Rod „the Mod“ Steward

19. Juni 2019 München, Olympiahalle

Olympiahalle voll bunter Luftballons!

Footage with: Huawei P20 pro

Mit 74 immer noch die Reibeisen Stimme wie vor 30 Jahren

Dass Rod Steward immer noch die Menschen begeistert, zeigt die fast ausverkaufte Olympiahalle in München. Bei 30 Grad kamen diesmal viele der Besucher in kurzen Hosen oder Röcken. Viele schoben den Eintritt so lange als möglich hinaus, ist die Lüftung leider noch immer nicht komplett repariert oder saniert.Leider übertrieben es sehr viele mit ihrem späten „Platz aufsuchen“. Es ist mehr als ärgerlich wenn die Leute beim ersten oder zweiten Lied ihre Plätze in der Mitte einer Reihe suchen müssen und die anderen, die pünktlich waren, darunter leiden. Selfies müssen auch noch gemacht werden und per What´s App allen mitgeteilt, dass man nun eingetroffen ist. Es ist zum Davonlaufen! Statt das Erlebnis zu genießen und auf sich einwirken zu lassen, die Medien haben ihr Ziel erreicht und bestimmen unser soziales Leben in weiten Teilen.

Pünktlich um 19.30 geht die Show los. Rod und insgesamt 12 Protagonisten betreten die Bühne. Die Männer in pinken Jacketts mit Krawatte und schwarzen Hosen, die Damen wechseln mehrmals ihr Outfit, ein wahrer Augenschmaus. Leider merkt man Rod das Alter nun ziemlich an. Nach jeweils zwei Liedern verlässt der Celtic Fan die Bühne um entweder einem Solo oder einem Cover Platz zu machen. Allerdings nutzt er diese Zeit meist für eine „Umzugspause“, so dass es nicht so ganz ins Gewicht fällt. Insgesamt ist es etwas ruhiger um Rod geworden. Seine Ehe tut ihm gut, die Saufeskapaden früherer Zeiten gehören der Vergangenheit an. Geblieben ist seine wilde, blonde Mähne, mit der er ausschaut, als sei er eben aus dem Bett gestiegen. Die Reibeisenstimmer hat sich, dem Alter geschuldet, natürlich verändert, ist aber immer noch als sein Markenzeichen erkennbar.

Die Fans stehen schon beim ersten Song auf und klatschen, singen jeden Song inbrünstig mit. Nach vier Liedern haben sich dann alle etwas beruhigt und auch Besucher, welche auf ihrem 180.- Euro Platz gerne sitzen würden, können einen ersten Blick auf die Bühne erhaschen.  „Young Turks“ und „Tonight´s the Night“ sind dann auch die ersten Höhepunkte des Konzertes. Besonders die Band und die Tänzerinnen sind hier echt genial. Mit schwarz/weißen gepunkteten Miniröcken kommt sich Rod bestimmt wie der Hahn im Korb vor und wird seinem Image als Womanizer voll gerecht. 6 Frauen, davon 5 blond, alle mit sehr langen Beinen umschwirren den Sänger permanent und lächeln ihm immer wieder zu.  Gitarrist Emerson Swinford liefert ein mit „Going Home“ ein gutes Mark Knopfler Cover, während die Damen Donna Summer´s „She works hard for the money“ intonieren. Man merkt ihnen die Ausbildung am Broadway an. Saxofonist Jimmy Roberts gefällt mir persönlich sehr gut. Seine Töne kommen butterweich, mal hart, aber immer punktgenau.  Mein Lieblingslied ist natürlich „Sailin“ und hier wurden wir auch nicht enttäuscht. 

Bei „Do ya think I´m sexy“ schwirren hunderte Luftballons von der Decke und sorgen noch einmal für die richtige Partystimmung. Am Sonntag flog Rod Steward Richtung Heimat und schrieb tatsächlich 6 Fans am Flughafen je „1!“ Autogramm. In Punkto Fan Nähe könnte er sich noch verbessern.

 Meine persönliche Notenbewertung: -3-

Für eine gute -2- fehlte mir die Durchgängigkeit und die Empathie

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