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November

Wir 4 -die original Austria 3 Band
August – 24 – 2018 | Live Sommer München, Residenz Brunnenhof

 

“Rain out of Hell!”  “When Munich freezes over!”

WIR4 und das Publikum trotzen dem Starkregen

Münchner Residenz voll mit Regen Capes

Zum Abschluss der Open-Air Saison in der Münchner Residenz, holte man sich beim Kulturgipfel München Verstärkung aus dem benachbarten Österreich. Die allseits bekannten und geschätzten Musiker von ehemals AUSTRIA 3 firmieren nun unter WIR4, was der Anzahl der Musiker entspricht. Diese können aus einem schier unerschöpflichen Repertoire an Nummer 1 Hits auswählen und so spielten sie auch „das Beste von Austria 3“.

Harald Fendrich, Gary Lux, Uli Bär und Harry Stampfer sind Veteranen des Austropop und tingelten nach der Gründung von AUSTRIA3 mit den Herren Ambros, Danzer und Reinhard Fendrich durch die Lande. Eigentlich war dieses Projekt seinerzeit zur Unterstützung von Obdachlosen angedacht, doch der Erfolg bescherte uns dann viele Jahre mit das Beste, was es an Austropop gab. Nach dem Ende von AUSTRIA3 wären die Songs wohl nie mehr live gespielt und interpretiert worden, wenn nicht, ja wenn nicht sich die vier Musiker darauf besonnen hätten, dies im Sinne der Gründer weiterzuführen.

Und so kamen am gestrigen Freitag, den 24. August an die 700 Fans in die Residenz und ließen sich auch von regelmäßigen „Stark Duschen“ den Spaß und die Freude nicht verderben. Der Münchner Wettergott hat seine eigenen Gesetze, das mussten wir kurz vor Beginn, welcher pünktlich um 20.00 Uhr erfolgte, feststellen. Eingemummelt in durchsichtige Regen Capes, brachte das Wetter die hervorragend aufgelegten Musiker leider oft um ihren Lohn, den wohlverdienten Beifall. Die Hände unter dem Cape schränkten die Bewegung stark ein, die herunterlaufenden Rinnsale taten das übrige. Meine vier mitgebrachten T-Shirt waren so nass, wie nach der letzten Bundeswehr Übung seinerzeit in den Achtzigern.

Eine Video Botschaft von Altmeister Wolfgang Ambros, stimmte die Besucher ein, auf das, was sie erwartete. „Ollas Leiwaund“, intoniert von Uli Bär machte den Anfang, gefolgt von „Vü schöna is des Gfüh“ und dem Ambros Klassiger „Zwickt´s mi“. Georg Danzer´s „Weisse Pferde“ wurden verfolgt vom „Frauenmörder Wurm“.  Dazu liefen teilweise Video Impressionen auf der Leinwand.

Die Musiker

Uli Bär hat die Aufgabe des Frontmen übernommen. Seine Anekdoten aus alten Zeiten, vermischt mit Dank an die Fans, welche wirklich fast komplett bis zum Schluss ausharrten, ließen einen fühlen, als ob man selbst mit dabei gewesen wäre. Seine kräftige Stimme behielt er bis zu den Zugaben. Der Gitarrist konnte sich jederzeit auf seine Kollegen verlassen, die Einsätze waren immer passgenau.

Gary Lux

Der Mann am Keyboard strahlte trotz des Wetters eine gute Laune aus, die einen einfach mitreißen musste. Die Akkorde kamen immer passend zum Text an, die Dramatik konnte man förmlich spüren. Er ist ein „Gute Laune Mann“.

Harald Fendrich

Der ruhigere Harald hatte seinen Bass jederzeit „im Griff“ und setzte die Lines absolut passgenau. Seine Lead-Stimme, mit der er sich mit Uli und Gary abwechselte, war glasklar, die Bass Einsätze kamen sehr gut.

Harry Stampfer

Der „Bandmanager“ kennt wohl die meisten der gespielten Lieder aus erster Hand. Trommelt er doch schon seit ewigen Zeiten, für die „Nummer 1 vom Wienerwald“, der Band von Wolfgang Ambros. Unaufgeregt wie immer, gibt er mit seinen Sticks die Basic Line vor.

Nach einer kurzen Pause staunte Uli Bär nicht schlecht, dass fast alle, bis auf die haut durchnässten Besucher, dageblieben sind. Passenderweise folgte somit der Song „Langsam wachs ma Zsam“ gefolgt von „Bergwerk, Blume aus dem Gemeindebau und Respekt“. „Da Hofa, Hawelka und Strada del Sole“ wären zum Mitsingen und Klatschen bestens geeignet, aber unter den Capes war dies nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.

Trotzdem folgten Rufe nach Zugaben, was Uli folgendermaßen kommentierte:“ wir haben eigentlich nicht daran geglaubt“. Aber die Qualität der Songs war so gut und nass waren eh schon alle, da nahm man die Zugaben:“ Alle Lichter, für immer jung und I am from Austria“ gerne mit.

Fazit

Hätte das Wetter über München mitgespielt, hätte ich vor mitklatschen wunde Handflächen gehabt und meine Stimme würde ich heute mit Menthol pflegen. Aber so kann ich vielleicht eines Tages meinen Enkeln erzählen, dass ich beim legendären WIR4 Regenkonzert in München dabei war. Den Musikern merkte man die Spielfreude wirklich an. Das war „nicht noch ein Konzert“, sondern „das war DAS Konzert“. Bliebe wirklich zu hoffen, dass sich bayernweit mehr Agenturen um die Band bemühen würden. WIR4 deckt wirklich jede Veranstaltung ab und macht daraus einen gelungenen Abend.

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